The Evil Dad

Einer muss es sein. Und meistens stellt sich nicht einmal die Frage, wer. Es gibt tausende Gründe dafür, aber nur wenige dagegen.

Man stellt fest, dass man einen (oder auch mehrere) Fehler gemacht hat in Bezug auf sein Kind, oder, dass die entwicklung nicht auf die Art und Weise voranschreitet, wie es gut wäre. Also muss hier die Notbremse gezogen werden – sei es, dass die Abendrituale geändert werden, dass (was heutzitage öfter vorkommen sollte) der Fernsehkonsum gekürzt wird, dass Süssigkeiten abgeschafft werden, oder gar, dass Mama abends nicht mehr das Kind ins Bett schickt.

Und hier kommt dann der Papa ins Spiel. Der Mann, der den gemeinen Part spielen kann. Oder, wie ich ihn eben nenne…

Evil Dad.

Kein Wunder, dass der Papa das macht. Mama hat das Kind über Monate hinweg in sich getragen, danach über lange Zeit meistens bei sich, hat das Kind mit Muttermilch gefüttert, jedes Wehwehchen weggepustet, jede Träne abgewischt, jede Windel gewechselt, im Endeffekt alles getan, während Papa arbeiten war.

Jetzt sitzt das Kind vorm Fernseher, die vorgegebene Zeit läuft aus und dann kommt Papa und schaltet den Fernseher aus. Und das Gebrüll geht los. Alles Leid der Welt, die Wut und der Hass von einem kleinen Kind, gebündelt auf den Eindringling, der die kosmische Harmonie zwischen Kind und Fernseher gestört hat, entläd sich auf den armen Papa. Und nicht nur, dass er das mit sicherheit fressen muss, nein, er muss auch noch hart bleiben. Und während alles im Papa schreit “Was kann so schlimm daran sein, mach ihr doch einfach den Fernseher wieder an!” muss er noch gegen diesen Eigentrieb angehen und zur Sicherheit, und während das Kind zuschaut, das Kabel vom Fernseher abziehen, damit der Nachwuchs den nicht alleine anmacht.

Aber Kinder beruhigen sich ja wieder. Und nach Murphys Gesetz weiss das Kind auch genau, was es statt fernsehen lieber will. Und somit verlangt es nach…

 

Süssigkeiten.

The Evil Dad, Teil 2.

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