Ein Tag im Europapark – Teil 3

Der Schrecken im Märchenwald

Wie viele andere Freizeitparks auch, hat der Europapark einen Märchenwald. Es ist natürlich ein Paradies für Kinder. Überall Märchen, Spiele zum mitmachen, Wasserwerfer, Frau Holles Schneekanone, ein riesen Glockenspiel, Riesen, Zwerge und Gnome, und natürlich diverse Animateure, die kleine Ponys glücklich machen.

EM u A u M

Aber der Wahre Schrecken verbirgt sich in einer harmlosen Bahn. Gedacht für Kinder, die sonst nichts fahren dürfen, ist dies der absolute Horror und Parkplanvernichter. Die Warteschlange und der Vorbereich dieser Bahn sind es, die Tage zu Wochen werden lassen. Die Rede ist von…

Eingang und M

Auf den ersten Blick sehr schön. Eine Bahn, an der eltern sich ein paar minuten erholen können, während das Kind ganz alleine eine Bahn abfährt, die ca. 2 Minuten pro Fahrt braucht. Danach schaut man sich noch das Video an, lässt sein Kind eventuell nochmal fahren um eine bessere Aufnahme zu bekommen (Ja, die kleinen werden gefilmt während sie mitfahren), kauft eventuell das Video und geht dann weiter.

So zumindest die Theorie. In der Praxis sieht das ganze eher folgendermassen aus:

Ankommen. Kind belehren: “Sitzen bleiben. Du musst noch warten, bis Du dran bist. Nein. Nicht auf die Schienen. Warte. Jetzt. Und sitzen bleiben!” Kind fährt ab, 2 Minuten Entspannung. Die (einzige) Sitzbank gegenüber ist besetzt. 2 Minuten stehen, was solls. Kind kommt wieder an. “NOCHMAAAAL!” und beim Versuch das Kind festzuhalten, als es einfach an einem vorbeirennt rempelt man jemand anders an. Während dem Entschuldigen hat das eigene Kind schon diverse andere Mitfahrer beiseite gestossen und sich in den nächsten Wagen gedrängt. (Womit wir übrigens wieder einen Seitenhieb auf “OMG Was für Eltern” machen können). 2 Weitere Minuten warten, Sitzbank immernoch besetzt. Diesmal vorbereitet. Kind auffangen, während es aussteigt. “NOCHMAAAAAAAAL!” Kind festhalten. Schreie (Und eventuell Gegenstände die an den Kopf geschlagen werden) aushalten. Nachgeben. Kind fährt nochmal. 2 Minuten später. “NOCHMAAAAL!”

Okay, spätestens hier wird ein Muster deutlich, daher werde ich diverse Male “NOCHMAAAL” einfach überspringen.

Oma und Mama haben mittlerweile eine DVD gekauft (hatten ja genügend Material zur Auswahl) und sich in den nächsten Laden (um 2 Ecken udn ausser Sichtweite) gesetzt.  Nach einer Stunde (Sitzbank noch immer voll besetzt) fängt es an zu regnen. Die Wägen sind vllig durchnässt, die Regenkleidung ebenfalls, aber all das ändert nichts an “NOCHMAAAAAAL!” und einem Weiteren Lauf durch die Warteschlange. Einziger Vorteil: kaum ein anderes Kind steht bei dem Wetter an. Nachteil: Zwar ist die Bank jetzt frei, aber durch den erhöhten Wasserstand auf der Bahn kann man sich da trotzdem nicht hinsetzen.

Nach zwei Stunden wurde unter lautem Protestgeschrei unser kleiner Liebling quer durch den Märchenwald getragen, damit sie dann irgendwo in einem Laden ausgezogen, gewickelt und trockene Kleidung angezogen bekommen hat.

Und als ob es nicht genug wäre, dass der Papa mit durchnässt wurde, nach der Aktion hat es NATÜRLICH aufgehört zu regnen.

Waffentechnik macht Spass

Jeder, der mal mit der Blue Fire gefahren ist, weiss: Das Ding wird VERDAMMT schnell! Und da Papa neugierig ist, hat er mal ein wenig Forschungsarbeit betrieben. Fangen wir bei den Grundlagen an:

Blue Fire ist ein sogenannter “Launched Coaster“, in diesem speziellen Fall ein LSM-Coaster (Lineare Synchronmotoren). Wenn ich das Konzept richtig verstanden habe funktioniert das ganze IN ETWA so, dass die Wagen über gerichtete Magnetfelder entlang der Schienen beschleunigt werden, um dann mit dem restlichen Eigentrieb über die Strecke zu jagen. Dieses Konzept kam mir ein wenig bekannt vor, und so habe ich mal nachgeschaut…

Das Konzept dieser Beschleunigung wird auch hier genutzt und stark abgewandelt (z.B. ohne den Stromführenden Träger) hier.

In anderen Worten: Yay, wir Menschen haben es geschafft Waffentechnik für Spass zu verwenden. Sind wir damit Baron Münchhausen einen Schritt näher gekommen?

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