Gewalt gegen Kinder

Bin über etwas gestolpert und es hat mich schwer beschäftigt…

spank

Wenn jemand kein Englisch kann… der Google-Übersetzer packt das schon.

Ich hab lange drüber nachgedacht. Schläge gegen das eigene Kind – Sinnvoll oder nicht? Und da, wo ich dieses Bild gefunden habe gibt es natürlich hitzige, wenn nicht gar ectreme Debatten darüber. Ist gut so, ist richtig so, nein bloss nicht, ihr seid doch alle bescheuert, etc.

Ich hab mir also meine eigenen Gedanken dazu gemacht, und ich kam zu folgendem…

Gewalt gegen Kinder – speziell sein eigenes Kind – ist schlecht. Immer. Nicht, weil Studien zeigen, dass Kinder, die geschlagen wurden, dümmer sind, oder aber Verhaltensprobleme haben, sondern weil es einfach falsch ist seinem Kind Gewalt anzutun.

Kinder erhalten keinen Respekt oder werden dumm weil man sie schlägt. Wenn ich meinem Kind jeden Morgen den Hintern versohle, es aber ansonsten liebevoll behandle, ihm alles gebe was es braucht und was es will, es liebe, ehre und achte und unterstütze wo es nur geht, werde ich vermutlich ein respektvolles, nettes Kind grossziehen. Wenn ich mein Kind nicht schlage, aber auch nicht beachte, mit Junk Food füttere, nur einmal im Monat zur Schule gehen lasse weil ich keine Lust hab es öfter hinzubringen, dann werde ich vermutlich einen ziemlich rüpelhaften Trottel grossziehen. Beides keine Garantien, aber dennoch recht wahrscheinlich oder? Daher denke ich, man sollte “Schläge fürs Kind” niemals als Grundlage für irgendeine Entwicklung heranziehen – die hängen immer am gesamten Rest der Erziehungsstrategie mit dran. IMMER. Warum ich trotzdem denke, dass es schlecht ist sein Kind zu schlagen? Einfach…

Ich meine, wenn ich mein Kind als erzieherische Maßnahme schlage, dann muss es ja wehtun – alles andere ist ja eh sinnfrei. Wenn ich meinem Kind aber wehtue, dann tu ich ihm Gewalt an – und abgesehen davon, dass das hier strafbar ist, schädige ich damit das Urvertrauen meines Kindes in mich. Mag je nach Kind anders sein, aber der Schaden ist da.

Und mit jedem Schlag wird der Schaden grösser.

Und das Wissen darum, dass man dieses Vertrauen schädigt, verfolgt einen bis ans Lebensende.

In jedem “Vertrau mir!”, dass man aussprechen muss. In jedem unsicheren Blick des Kindes, wenn man es um etwas bittet. Jedes Mal, wenn man merkt, dass einem der Mensch, den man am meisten liebt misstraut.

Jedes Mal tut es weh. Und ich glaube, dass man im Grossen und Ganzen nicht nur sein Kind schlägt, sondern sich selbst dazu. Und das Leben zweier Menschen so nachhaltig zu stören ist es einfach nicht wert.

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