Hilfe, wilde Tiere!

Wir haben uns überlegt, es ist ein schöner Tag, die Sonne scheint, warum nicht mit unserer Kleinen etwas erleben gehen?

Daher sind wir dann alle zusammen in den nächstbesten Streichelzoo gefahren, der diesen Namen auch verdient hat (Also entsprechend groß ist und viele Tiere hat).

Leider haben wir viele Dinge nicht bedacht. Direkt gesagt: Größe und Verhalten der Tiere, Weitläufigkeit der Gehege, laute Geräusche und andere Parkbesucher. Aber der Reihe nach. Wir wurden begrüßt von diesem netten Schild:

Kinder sind kein Tierfutter? Hmmm

Infotafel am Eingang

Wir haben uns bei der Warnung am Ende nicht viel Gedacht, was sich als Fehler herausstellte. Ich gab unserer Kleinen also ein wenig Tierfutter in die Hand und zeigte ihr, dass die Ziegen (die laut blökend auf uns zugerannt kamen) sehr lieb sind und aus der Hand fressen. Das ging so lange gut, bis die erste versuchte Futter aus der Kinderhand zu nehmen, obwohl keins mehr da war. Einmal anstupsen und schon hatte sie Angst und war bis wir den Park verlassen haben die halbe Zeit mit weinen beschäftigt.

Hat uns verfolgt

Tierparkschatten

Obwohl wir sie dann auf die Schultern genommen hatten, folgte uns eine Ziege die ganze Zeit. Sie ist in jedes Gehege mitgegangen, hat immer in der Nähe gestanden, war aber nicht aufdringlich. Sie war auch die so ziemlich einzige Ziege, die nicht versucht hat an meiner Kleidung zu knabbern. Aber trotzdem – egal wo wir waren, kaum, dass wir uns umdrehten war diese Ziege vor uns.

Es kam dann natürlich irgendwann der Punkt, an dem wir aus dem einfachen Ziegen und Schafgehege (also dem Eingangsbereich) raus wollten, und sei es nur um endlich den ganzen aufdringlichen und hochsteigenden Ziegen zu entkommen – eine davon ist viermal auf meinem Gürtel “gestanden” um möglichst nah an die Futtertüte zu kommen. Aber mit etwas Geschick, Gemeinheit und einem guten Wurfarm haben wir es dann doch geschafft den (meisten) Viechern zu entkommen.

Dieses Tier wollte meinen Pulli fressen

Freilaufende Tiere

Im nächsten Gehege warteten dann Rehe, Jungschafe und vereinzelte Esel. Diese waren allesamt sehr zutraulich, aber eben auch groß. Die Rehe konnten problemfrei an den Schuhen unseres Fohlens knabbern, daher musste irgendwann der Papa eingreifen und seine Tochter vor den bösen Tieren beschützen. Sie hat aber alles sehr gut überstanden. So gut sogar, dass sie irgendwann sagte, dass sie allein laufen wollte, nur mit Mama und Papa an der Hand, und nicht mehr weit über den Tieren. Sie war so mutig, dass ein Reh und ein Schaf sie berühren durften, ohne dass sie Angst bekam. Wir sind sehr stolz auf sie, dass sie das so gut überstanden hat.
Wir waren wohl so anziehend zu den ganzen Tieren, dass wir (als einziges in der Zeit in der wir da waren) eine Tierherde hatten, die uns folgte…

Privatherde

Wilde Tiere!

Und diese war es auch, die uns an andere Menschen brachte (Die ich ja am Anfang erwähnte). Mehrere Familien (!) blafften mich an, ich sollte die Tiere nicht so nah an deren Kindern vorbeiziehen (die Kinder waren zwischen geschätzten 6 und 10 Jahren alt), weil die Tiere seien ja schmutzig und so fort, während andere tatsächlich sagten, meine Tochter solle sich nicht so anstellen und runterkommen, die Tiere tun ja nichts.
Es gab nur zwei Ausnahmen von dieser Regel – eine davon war eine Dame, vor der ich eine Menge Respekt habe, weil sie sagte, sie selbst kann die ganzen Tiere nicht leiden und hat Angst vor denen, aber ihre Enkelin geht so gern da hin, und die andere Ausnahme war eine Familie mit einem ebenso ängstlichen weil kleinen Kind. Ich persönlich finde es traurig und irgendwo peinlich mit seinen Kindern in einen Streichelzoo zu gehen, obwohl man die Tiere nicht anfassen will.

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