Schwimmen

Wasser ist was tolles. Man kann damit spritzen, planschen, baden, Mama und Papa nass machen, blubbern, bunt machen, sauber werden…

aber es ist auch gefährlich. Es ist nass, man kann untergehen, man kann es nicht atmen…

Alles in allem ist das Zeug echt seltsam. Mama und Papa macht es Spaß und solange man die Hufe auf dem Boden hat, macht es auch kleinen Fohlen Spaß. Aber wenn der Boden fehlt…

Nun ja. Hier das kleine Einmaleins der ersten Schwimmversuche.

Phase 1: Trockenüben

Okay, der Ausdruck ist unglücklich gewählt, weil man ÜBT ja schon im Wasser. nur eben da, wo es absolut nicht tief ist. Mit 3 cm Wasser vorm Bauch werden Schwimmbewegungen nachgeahmt, die die Eltern vormachen, und dabei wird viel gelacht. Die Welt ist in Ordnung.

Phase 2: Untertauchen

In dieser Phase wird oft versucht nur den Kopf über Wasser zu halten, und unter Wasser zu krabbeln. Manchmal gehen auch hier Schwimmbewegungsanfänge ein, aber meistens gibt es nur Krabbelei mit ein wenig Blendwerk. Aber gut zur Gewöhnung.

Phase 3: Mitschwimmen

Wir haben uns ans einfach üben gewöhnt, jetzt geht’s an die Substanz. Aber was ist das? Das Wasser ist kälter als im Kinderschwimmbecken, und außerdem kein Boden unter den Füßen – Angst steigt auf, und es wird sich an Mama oder Papa geklammert. Für ungeübte Eltern sei hier eine Warnung angebracht: Kinder können sehr viel Kraft haben und sehr zielsicher treten, wenn sie Angst bekommen.

Phase 4: Paniktreten

Klingt jetzt ärger als es ist, es ist die Phase, in der die lieben Kleinen sich verzweifelt an Mama oder Papa festkrallen, während sie wie wild mit den Beinen strampeln, um zu üben, nicht unterzugehen. Hier sollte man sehr darauf achten, dass keine anderen Personen im Trittradius sind. Denkt an die Warnung aus Phase 3 =)

Phase 4: Flugversuche

Wenn das Paniktreten ein gewisses System erhalten hat, ist die Zeit gekommen die ersten Flugversuche zu wagen. Es hilft hier, wenn man weiss, zu welchem Elternteil das Kind lieber möchte, dieser sollte als Empfänger bereitstehen. Der Sender (also, der andere Elternteil) hält das Kind im Arm und schubst es sanft über eine kurze (!) Distanz zum Partner, der das Kind im Empfang nimmt. Wenn die ersten Versuche auch meist damit enden, dass der Empfänger Mühe hat, sich im Wasser zu halten (erneut: Warnung aus Phase 3), aber nach einigen Versuchen wird auch das aufhören. Und dann kommen wir zum wohlverdienten Ende

Phase 5: Schwimmtechnik

Jetzt ist der Sprössling endlich soweit, eigene Schwimmtechniken anzuwenden. Während in den letzten 4 Phasen alles darauf hinaus lief, dass man das Kind festhalten muss, kann es sich jetzt (meistens) von allein über Wasser halten. Man fungiert hier nur noch als Aufpasser und natürlich als Trainer, der im Grunde genommen nur noch eine weitere Funktion hat:

Darauf hinweisen, dass alles, was das Kind macht, ineffizient ist und an der Technik arbeiten.

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